Knappe Mehrzahl der Bauherren entscheidet sich bewusst für Halle
Erste Umfrage liefert bereits spannende Ergebnisse

HalleWestfalen. 11. Juni 2010. Die langfristige Strategie der Haller Stadtplaner geht auf wie eine Saat: Halle ist für viele Familien aus dem Umland so attraktiv, dass sie sich für den Bau oder den Kauf eines Hauses in der Lindenstadt entscheiden.

Im Zuge der Baulandvermarktung ist jetzt erstmalig ausgewertet worden, woher die Familien kommen, die sich in der Lindenstadt ein Haus gebaut haben. Von 59 Familien waren 29 schon vorher in Halle ansässig, 30 zogen aus den Nachbarstädten oder von auswärts hierher. Darunter besonders viele Steinhagener: neun Familien waren es seit Beginn der Erhebungen. Rang zwei nahm wie erwartet Bielefeld ein, von dort zogen sieben Familien nach Halle. Vier Familien, die zuvor in Werther gewohnt hatten, entschieden sich für das Mittelzentrum, weitere zwei kamen aus Borgholzhausen und aus Versmold. Sechs Familien zogen aus anderen Städten Deutschlands zu.

Über die Gründe der Entscheidung für Halle ist bislang nur wenig bekannt. Dazu Jürgen Keil, Leiter des Fachbereichs Planen – Bauen – Umwelt im Haller Rathaus: „Wir wissen aus mehreren Gesprächen, dass einige der Neubürger näher an ihrem Arbeitsplatz hier in Halle oder in den Nachbarstädten wohnen wollen.“ Sicher spiele auch der aktuelle Trend, mit der jungen Familie von der Großstadt oder auch vom Land in eine Kleinstadt mit guter Infrastruktur zu ziehen, eine wichtige Rolle.

Künftig will man im Haller Rathaus genauer nachfragen. Keil: „Wir arbeiten daran, Bauherren und Käufer von Gebrauchtimmobilien per Fragebogen zu interviewen, warum sie sich für Halle entschieden haben.“ Ziel sei es, die Ansprache potenzielle Neu-Haller weiter zu verbessern.

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