HalleWestfalen. 5. Februar 2009. „Halle braucht noch mehr junge Familien, damit wir auch künftig eine erfolgreiche Wirtschaft und eine herausragende Infrastruktur erhalten können.“ – Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann bringt auf den Punkt, weshalb der Rat die Förderprogramme „Baukindergeld“, „Jung kauft Alt“ oder „Klimaschutz“ aufgelegt hat. Ab sofort können Familien, die in Halle ein städtisches Grundstück kaufen oder ein altes Haus sanieren wollen, Zuschüsse von der Stadt bekommen.
Wer in Halle bauen will, hat viele Möglichkeiten: In dem zentrumsnahen Baugebiet Bachweide (www.bachweide.de) sind noch wenige Flächen zu haben, im Premium-Baugebiet am Teuto-Südhang (www.Am-Berghof.de) ist der Grundstücksverkauf angelaufen. Bei Heinz-Udo Lakemper im Rathaus sind darüber hinaus noch einige Einzelgrundstücke zu haben.
Wer nicht bauen, sondern lieber eine Gebrauchtimmobilie kaufen will, kann das Programm „Jung kauft Alt“ nutzen. Das fördert zum einen die Entscheidung, weil es schon vor dem Kauf bis zu 1.500 Euro für ein Altbaugutachten gibt. Der Erwerb des Hauses wird mit maximal 3.000 Euro bezuschusst. Wer weniger Kinder hat, muss mit einem geringeren Bonus Vorlieb nehmen: Bei einem Kind gibt es 600 Euro für das Gutachten und 1.200 Euro beim Kauf. Auch noch wichtig: Wer „Jung kauft Alt“ nutzen will, muss ein mindestens 20 Jahre altes Haus in Halle kaufen wollen.
Die jungen Altbau-Käufer oder auch die Besitzer von Altimmobilien in Halle können darüber hinaus das dritte Förderprogramm „Klimaschutz“ nutzen: Das bietet eine einmalige Förderung bis zu 5.000 Euro, wenn ein Haus energetisch auf den neuesten Stand gebracht wird. Für die Heizungssanierung oder die nachträgliche Dämmung gibt es zehn Prozent Baukostenzuschuss (maximal 2.000 Euro). Wenn am Ende bis zu 30 Prozent Energie eingespart werden, gibt es noch einen Bonus von 1.000 Euro, bei über 30 Prozent sogar 2.000 Euro.
Ziel von Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann und ihrem Stellvertreter ist es, in den nächsten Wochen und Monaten möglichst viele bau- oder kaufwillige Familien für Halle zu begeistern. Dabei soll die Werbetrommel nicht nur innerhalb der Stadtmauern zu hören sein: Die Haller Förderprogramme werden an diesem Wochenende den Besuchern der zehnten Baumesse im A2-Forum in Rheda-Wiedenbrück (Halle 4, Stand 70) vorgestellt. In Kürze sollen auch Bauträger, Immobilienfinanzierer und Makler im Umkreis angesprochen werden, damit diese ihre Bauinteressenten auf die ebenso neuen wie in ganz OWL einzigartigen Angebote der Haller aufmerksam machen. Broschüren und Förderrichtlinien der Programme gibt es ab sofort im Rathaus oder im Internet unter www.hallewestfalen.de.
„Auch wenn Halle zu nur fünf von 62 Kommunen gehört, die in ganz OWL bis 2025 noch mit einem Bevölkerungswachstum rechnen können, wollen wir das nicht abwarten, sondern aktiv befördern,“ erklärte gestern Stadtentwickler Jürgen Keil. Wenn junge Familien sich von den Förderprogrammen angezogen fühlen, helfe das auf Dauer nicht nur Kindergärten, Schulen und Vereinen, sondern auch der Haller Wirtschaft. „In zehn bis 20 Jahren drohen Lehrlings- und Arbeitskräftemangel. Das wissen wir und deshalb steuern wir schon heute dagegen“, so Bürgermeisterin Rodenbrock-Wesselmann. Hilfreich für die Menschen wie für das Klima sei zudem, wenn man in dem Ort wohnen könne, in dem man auch arbeite. Halle biete beste Voraussetzungen für alle Familien, auf Dauer ein sicherer Ort für Arbeit und Wohnen zu sein.