Haller Neubaugebiet Bachweide ist beliebt:
Hälfte der Grundstücke nach
zwei Jahren schon vergeben
Fachleute im Rathaus ziehen positive Halbzeit-Bilanz

HalleWestfalen. 11. Januar 2008. Die Bachweide, mit knapp 100 Grundstücken das bislang größte Haller Neubaugebiet aller Zeiten, ist ein voller Erfolg: Die Hälfte aller Grundstücke sind nach gerade 24 Monaten bereits bebaut, verkauft oder fest reserviert.

Um die Jahreswende 2005/2006 begann die Vermarktung des rund fünf Hektar großen Areals zwischen Künsebecker Weg, Wiesenstraße und Maschweg. Daran beteiligt sind mehrere private Grundstückseigentümer, die in der Regel Makler oder Bauträger mit dem Verkauf ihrer Parzellen beauftragten, sowie die Stadt Halle, die anfangs insgesamt 37 Baugrundstücke anzubieten hatte.

In 2006 verkaufte die Stadt die ersten neun ihrer Bauplätze, im abgelaufenen Jahr 2007 wurden sieben weitere Kaufverträge unterschrieben. Für das junge Jahr 2008 stehen bereits vier weitere unmittelbar vor dem Abschluss. Danach haben mehr als die Hälfte aller städtischen Grundstücke einen neuen Eigentümer gefunden. Bei den privaten Anbietern sieht es ähnlich aus: Hier haben bereits 23 Parzellen den Besitzer gewechselt.

15 der Familien, die bereits ihr neues Heim in der Bachweide gefunden haben, kommen ursprünglich nicht aus HalleWestfalen. „Darunter sind Familien aus Steinhagen ebenso wie aus Bielefeld. Noch andere zogen oder ziehen auch von weither zu“, so Heinz-Udo Lakemper vom Haller Bauamt.

Die Bachweide begeistert nicht nur junge Eltern. Schon bei denen, die bislang gebaut haben, ergab sich eine gesunde Mischung aus Einheimischen und Neubürgern, aus verschiedenen Altersgruppen oder Haushaltseinkommen. Erst jüngst ist in einer benachbarten Altimmobilie eine Seniorenresidenz entstanden. „Das Leben in der Bachweide ist genau so vielfältig wie anderswo in der Stadt“, freut sich Lakemper darüber, dass das Neubaugebiet so breit angenommen wird. Wie gut die neue Nachbarschaft funktioniert, zeigte bereits ein erstes Straßenfest.

Wer in der Bachweide bauen möchte, sollte nicht zu lange warten. Lakemper geht davon aus, dass man dort noch etwa zwei Jahre lang Grundstücke bekommen kann: „Ende 2009 oder Anfang 2010 werden vermutlich die letzten zum Verkauf stehenden Baugrundstücke vergeben sein“.

Die Grundstücke in de r Bachweide haben eine Größe zwischen 250 und 900 Quadratmetern. Besonders gefragt waren bislang die größten und die kleinsten. Das spiegelt wieder, dass in diesen Zeiten fast nur noch zwei Gruppen bauen: jene, die es sich aufgrund ihres Alters oder Einkommens etwas großzügiger leisten können und jene, die mit jedem Cent rechnen müssen. Lakemper: „Dazwischen gibt es momentan nur sehr wenige“. Als Gründe sieht er die deutliche Kürzung der staatlichen Förderung und die Mehrwerststeuererhöhung. Beides verursachte Vorzieheffekte, viele bauten früher als ursprünglich geplant.

Lakemper geht davon aus, dass das Interesse an der Bachweide auch in der Immobilienkrise stabil bleibt: „Der Standort HalleWestfalen hat viel zu bieten, die Lage in der Stadt ist optimal und die Preise sind wettbewerbsfähig.“ Aber auch an anderer Stelle hat HalleWestfalen Alternativen zu bieten: Weitere städtische Baugrundstücke gibt es derzeit an der Jahnstraße, am Hofweg, an der Behringstraße und in Kürze auch im neuen Quartier Am Berghof.

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