Baugebiet Bachweide in Halle:
Zwischenbilanz nach zwölf
Monaten durchweg positiv
Zwei Drittel der Anfragen kommt von außerhalb Halles

HalleWestfalen. 23. Januar 2007. Zwölf Monate nach dem Start des Grundstücksverkaufs im Baugebiet Bachweide zieht die Stadt Halle eine positive Zwischenbilanz: Ein Viertel der Grundstücke ist verkauft, ein weiteres Viertel reserviert. Und die Nachfrage von Bauinteressenten hält an: Bislang wurden mehr als 200 Infobroschüren angefordert.

„Wir sind mit der bisherigen Nachfrage und auch mit den Ergebnissen des ersten Jahres sehr zufrieden“, sagt Jürgen Keil, Leiter des Fachbereichs Planen – Bauen – Umwelt im Haller Rathaus. Die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Anbietern funktioniere einwandfrei, gemeinsam habe man sehr viel Aufmerksamkeit für das größte Baugebiet der letzten Jahrzehnte gewinnen können.

Besonders gefragt waren bisher kleine Bauplätze mit 400 bis 450 Quadratmetern Fläche oder große ab 650 Quadratmeter. Die meisten Käufer wollen darauf Einfamilienhäuser bauen. Nach den ebenfalls im Baugebiet befindlichen Grundstücken für Doppelhäuser haben bislang nur Bauträger gefragt. Mehrere sind bereits eingebunden. Dazu Heinz-Udo Lakemper, Grundstücksvermarkter im Rathaus: „Wenn diese die Bauherren zusammenführen, soll es uns recht sein.“ Vorlieben für eine besondere Lage des Baugrunds innerhalb des Gebiets scheint es nicht zu geben. Lakemper: „Die verkauften Grundstücke verteilen sich quer über die ganze Fläche.“

Interessant ist, von woher die Anfragen nach Grundstücken in der Bachweide kommen. Lakemper hat eine Strichliste geführt: „Gut ein Drittel kommen aus Halle, zehn Prozent aus Steinhagen, zehn Prozent aus anderen Teilen des Kreises Gütersloh und über 20 Prozent aus Bielefeld.“ Je zehn Prozent kommen aus allen Teilen Ostwestfalens oder sogar aus anderen Regionen Deutschlands. Die Verteilung bei den Käufern ist ähnlich. Darüber freut sich auch Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann: „Wenn es am Ende zwei Drittel Neubürger sind, die sich erstmalig für HalleWestfalen als neuen Lebensmittelpunkt entscheiden, haben wir viel erreicht.“

Die Stadt wird auch weiter für die noch verfügbaren Bachweide-Grundstücke werben. Lakemper: „Im Februar sind wir mit unserem Stand bei der Verbrauchermesse Bauen – Wohnen - Renovieren im A2-Forum in Rheda-Wiedenbrück, danach bei den Immobilienforen der heimischen Banken und Ende April auch wieder bei der Gewerbeschau Gartnisch.“ Geben soll es in diesem Jahr wieder Infoabende für interessierte Bauherren im Rathaus.

Wann das letzte Grundstück in der Bachweide verkauft sein wird, vermag der Baulandexperte derzeit nicht einzuschätzen. „Ob Ende 2008 oder 2009, beides ist trotz anhaltend hohen Interesses heute Spekulation“, so Lakemper. Er rechnet jedoch damit, dass sich die letzten Grundstücke quasi von allein verkaufen: „Baulücken sind sehr begehrt, weil man da von Anfang an weiß, wie die Nachbarschaft einmal aussehen wird.“


Baugebiete in Halle

In der Lindenstadt wird derzeit nicht nur in der Bachweide gebaut: Vis-à-vis in Wackers Wäldchen entstanden neue Häuser, auch am Hofweg und Kleeweg in Gartnisch wurde und wird gebaut. Am Stadtrand im Norden der Stadt wuchs sogar eine ganze Siedlung. Weitere Neubauten von Einfamilienhäusern wurden an der Sperlingstraße in Künsebeck und am Maschweg realisiert. Neue Baugebiete neben der Bachweide sind noch nicht genau absehbar. In Planung befindet sich zurzeit das Gebiet „Am Berghof“ östlich des Grünen Weges. Wer aufgrund der Hanglage warten will, braucht jedoch nicht nur Zeit sondern auch Geld. Denn dort werden die Grundstückspreise voraussichtlich deutlich über denen der Bachweide liegen, so Halles Stadtplaner Jürgen Keil.

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