„Boden-Trick“ spart Bauherren bares Geld
Mutterboden wird erst zur Gartenanlage angeliefert

Halle. 21. Juli 2006. Freude bei allen Familien, die in Kürze im Neubaugebiet Bachweide bauen wollen: Sie sparen Zeit und Geld, weil sie beim Bau des Kellers deutlich weniger Erde bewegen müssen.

Der Grund ist einfach: Bei der Bodensanierung des Geländes wurde der Mutterboden in einer Tiefe von bis zu einem halben Meter abgefahren. Und auch nicht ersetzt. Warum, erklärt Jürgen Keil, Leiter des Fachbereichs Bauen im Haller Rathaus: „Wer jetzt in der Bachweide baut, muss nicht erst den Mutterboden abtragen, um Keller oder Bodenplatte zu bauen.“ Der finanzielle Aufwand wie auch der zeitliche Umfang der Erdarbeiten falle dadurch deutlich geringer aus als üblich.

Weiterer Vorteil des Haller Boden-Tricks: Während der Bauzeit werden keine Aushub-Berge die Arbeiten in der Siedlung beeinträchtigen. „Das ist ein großer Gewinn, weil es den Bauarbeitern mehr Bewegungsspielraum lässt“, freut sich Burkhard Witte von Bauträger Bethel. Der heimische Viebrockhaus-Anbieter ist ohnehin begeistert von dem Gelände. „Weil alles eben ist, können wir in der kalten Jahreszeit sogar unsere Winterbauzelte problemlos aufstellen“, so Witte. So könne man selbst bei ärgstem Frost die garantierte Bauzeit von drei Monaten einhalten, während auf anderen Baustellen die Arbeit witterungsbedingt ruhen müsse.

Wenn die Häuser fertig sind, fordern die Bauherren einfach neuen Mutterboden an. Und zwar nur so viel, wie sie zur Anlage ihres neuen Gartens brauchen. „Wenn wir bei der Stadt dann Mutterboden zur Verfügung haben, stellen wir diesen den Bachweide-Bauherren gerne zur Verfügung“, sagt Heinz-Udo Lakemper. Er ist im Rathaus zuständig für den Verkauf der städtischen Grundstücke. Eine Garantie auf Verfügbarkeit könne er nicht geben.

Aber wenn, dann sei der Boden kostenlos. Die Bauherren müssten sich nur um den Transport kümmern.

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